Bilderbuch
Bilderbuch
Album: ∞+1
VÖ: 09.10.2026
Label: Maschin Records
Was kommt nach unendlich? +1!
Bilderbuch veröffentlichen neuntes Studioalbum „∞+1”
Mit „∞+1“ veröffentlicht die Wiener Band ihr 8+1. Studioalbum – ein Werk, das sich nicht als klassisches Konzeptalbum versteht, sondern als thematische Reise durch eine Gegenwart, die zugleich überreizt, rastlos und voller Möglichkeiten ist. Es erzählt keine lineare Geschichte. Stattdessen entfaltet sich ein Spannungsfeld zwischen persönlicher Unruhe und gesellschaftlicher Beschleunigung, zwischen Sehnsucht und Überforderung in einer Realität. „∞+1“ ist weniger Narrativ als Zustand.
Der Albumtitel ist dabei Programm. Unendlich Plus Eins ist eine Hommage an das kulturelle Archiv der Menschheit – an Pop, Kunst, Film, Design und Musik. An alles, was bereits existiert. Bilderbuch scheinen fast überzeugt davon, dass es längst zu viel gibt: zu viele Songs, zu viele Bilder, zu viele Meinungen, zu viele Möglichkeiten.
Und trotzdem liefern sie ihr ganz persönliches +1.
Musikalisch klingt „∞+1“ wie die Essenz einer Band, die sich über zwei Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hat, ohne ihre Identität zu verlieren. Disco-getriebene Euphorie trifft auf modernen Pop, verzerrte Gitarren auf intime Balladen. „Push Reality“ pulsiert als futuristische Dancefloor-Hymne. „Irgendwo“ versprüht textlich die Hoffnung eines zeitlosen Popklassikers, während es musikalisch unheilvoll brodelt. „Baby Junkie“ hingegen zählt zu den verletzlichsten Songs, die Bilderbuch bislang veröffentlicht haben. Das Album vereint die unterschiedlichen Stärken der Band zu einem Werk, das gleichermaßen vertraut wie überraschend wirkt. Fast wie ein Best-of dessen, was Bilderbuch musikalisch ausmacht, nur eben – wie gewohnt – komplett neu.
Auch visuell folgt „∞+1“ keiner einheitlichen Handschrift – ganz bewusst. Jede Single, jedes Artwork und jeder Film eröffnet eine neue Welt und bedient sich aus den scheinbar unendlichen Möglichkeiten von Pop, Film, Design und Mode. Was die Arbeiten verbindet, ist nicht ihre Oberfläche, sondern ihre Haltung: die Überzeugung, dass jede Idee ihre eigene Form verdient. So stehen futuristische Eislandschaften neben romantischen Filmsequenzen, Minimalismus neben Opulenz, Vergangenheit neben der Zukunft. „∞+1“ versteht Vielfalt nicht als Beliebigkeit, sondern als kreative Freiheit.
Dieser Anspruch endet nicht bei der Musik. Für das Video zu „Push Reality“ reiste Bilderbuch mit Kübeln über den Köpfen bis an den Rand der Arktis – ein bewusstes Bild für den Übergang nach dem Ausstieg von Gitarrist Mizzy Blue. Anstatt den Verlust einer einzelnen Person zu inszenieren, verschiebt die Band den Fokus auf das, was bleibt: die Idee Bilderbuch. Ganz in der Tradition von Acts wie Daft Punk, deren Identität nie an Gesichter, sondern an eine künstlerische Vision gebunden ist, wird die Anonymität zum Symbol dafür, dass das Werk größer ist als seine Urheber.
Für „Irgendwo“ realisierte die Band gemeinsam mit dem französischen Regisseur Stanko Repac einen aufwendigen Acht-Tage-Dreh und unterstrich damit den cineastischen Anspruch dieser Ära. Bilderbuch glauben nicht an halbe Ideen. Wenn etwas entsteht, dann mit maximaler Hingabe – unabhängig davon, ob es ein Song ist, ein Film oder ein Albumcover.
Denn „∞+1“ ist keine Ära mit einem einzigen Look. Es ist eine Ära mit unendlich vielen Möglichkeiten.
Am Ende ist „∞+1“ genau das, was der Titel verspricht: kein Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ein selbstbewusstes Bekenntnis zum Schaffen. Kultur ist kein Werk, das je vollendet sein wird, sondern ein offener Prozess. „∞+1“ entscheidet sich nicht für den Abschluss, sondern für die Fortsetzung künstlerischer Auseinandersetzung, trotz Faktoren wie Hyperkapitalismus und künstliche Intelligenz, die den ach so komplizierten Schaffensprozess mit pseudo-einfachen Lösungen zu verkürzen versuchen. Ein Plädoyer für das nächste Bild. Den nächsten Song. Ihr persönliches +1.
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