XANKY

Deutschland

XANKY
Album: „small moves“
VÖ: 24.04.2026
Label: s/r
FFO: Bon Iver, M. Byrd, Philine Sonny, Ásgeir

Folktronica trifft auf radikale Ehrlichkeit.
Ein Debütalbum über Angst, Neuanfang und die Kraft kleiner Schritte

Mit seinem Debütalbum „small moves“ entwirft XANKY ein feinsinniges Klangbild zwischen Indie-Folk und organischer Electronica. Reduzierte akustische Elemente treffen auf subtile Beats, granulare Texturen und atmosphärische Synth-Flächen. Analoge Wärme und digitale Fragilität verschmelzen zu einem Sound, der an Künstler wie Bon Iver, Ásgeir, RY X oder Ben Howard erinnert – dabei jedoch eine eigene, unverwechselbare Handschrift trägt.

Ein zentraler künstlerischer Bezugspunkt ist Justin Vernon. Besonders das Album „22, A Million“ prägte XANKYs Verständnis davon, wie emotionale Direktheit und klangliche Experimentierfreude koexistieren können. Eine besondere Episode unterstreicht diese künstlerische Nähe: 2021 arrangierte XANKY das A-cappella-Stück „I Just Wanna Live“ des damals elfjährigen Gospelsängers Keedron Bryant als Vocoder-Rework im Stil von „715 – CR∑∑KS“. Das Arrangement verbreitete sich online – und wurde von Justin Vernon selbst mit den Worten kommentiert: „This brought me to such tears.“ Auch Ólafur Arnalds veröffentlichte später ein eigenes Rework.

Ein bewusster Neuanfang
„small moves“ ist Ausdruck einer klaren Neuausrichtung. Der Ursprung des Albums liegt in einer Abkehr – weg von einem Karrierepfad im Deutsch-Pop, der sich für XANKY nie stimmig anfühlte. Seine Arbeit als Songwriter und Produzent war lange geprägt von der Erwartung, als deutscher Künstler zwingend deutsch schreiben zu müssen. Kurz vor der Unterzeichnung eines langfristigen Vertrags wurde ihm klar, dass er sich lösen musste. Es folgten Jahre des Rückzugs – und die Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache.

Dass das neue Schreiben auf Englisch stattfand, ist auch befreundeten Musiker*innen wie Philine Sonny, M. Byrd und Jonas David zu verdanken. Sie zeigten ihm, dass authentische englischsprachige Indie-Musik auch aus Deutschland selbstverständlich möglich ist.

In kleinen Schritten zu nachhaltiger Veränderung
Ein entscheidender Wendepunkt war die Begegnung mit der „Atomic Habits“-Logik: Nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch große Gesten, sondern durch kleinste, konsequent wiederholte Handlungen. Inspiriert von Atomic Habits nahm sich XANKY vor, täglich mindestens zwanzig Minuten an einem Song zu arbeiten – unabhängig von Inspiration oder Stimmung.

Diese Methode gab dem Album seinen Titel. „small moves“ beschreibt nicht nur einen kreativen Prozess, sondern auch einen persönlichen: XANKY lebt seit über zehn Jahren mit einer Angststörung. Viele Songs erzählen von inneren Spannungszuständen, von Momenten, in denen sich alles anfühlt wie ein schwarzes Loch in der Brust – und von der Suche nach einem Gefühl, das im Englischen kein echtes Äquivalent kennt: „Geborgenheit“. Dass dieses Wort schließlich unverändert im Song „the black hole inside my chest“ stehenblieb, markiert programmatisch den Kern des Albums: Ehrlichkeit vor Perfektion.

Auch andere Stücke spiegeln diese Haltung. Der Titeltrack selbst bündelt die Sound-Vision des Projekts: elektronische Beats mit organischem Puls, Folk-Gitarren und fragmentierte Vocal-Samples, die zufällig mit einem Modular-Synth zerlegt wurden – ein kreativer Schlüsselmoment, der die Ästhetik des Albums definierte.

Mit „dad“, seiner ersten Single, erzählt XANKY vom Aufwachsen mit einem Elternteil, dessen Persönlichkeit sich unter Alkoholeinfluss verschiebt. Der Song verzichtet auf Anklage und sucht stattdessen nach Verständnis. Gitarrist auf dem Track ist M. Byrd, dessen sensibles Spiel die emotionale Klarheit des Stücks unterstreicht.

Topografie der Innerlichkeit
Das Cover von „small moves“ entstand 2024 auf Island. Die karge Weite, das diffuse Licht und die Mischung aus Rohheit und Zartheit spiegeln die Ästhetik des Albums wider. Vor Ort entstand auch der Kontakt zum Produzenten von Ásgeir und Árný Margrét – ein weiterer stiller Bezugspunkt in einem Netzwerk musikalischer Inspiration.

„small moves“ ist kein lautes Statement. Es ist ein Album, das sich in Nuancen bewegt – zwischen analog und digital, zwischen Fragilität und Klarheit, zwischen Rückzug und Öffnung. Es erzählt von Angst, Familie und Selbstfindung – und davon, dass nachhaltige Veränderung selten spektakulär beginnt. Sondern mit einem kleinen Schritt.

LIVE
19.04. Langenberg - KGB (Support für lùisa)
21.04. Münster - Pension schmidt (Support für lùisa)
02.05. Wuppertal - Utopiastadt

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