SCHRAMM

Deutschland

SCHRAMM
EP "something smelling funny"
VÖ: 06.02.2026
Label: corner.company

Irgendetwas riecht komisch. Fischig. Und warum schaut der Typ mit den schiefen Zähnen so finster drein? Nach der Show wirkte er noch ganz nett, als ich ihm seine Vinyl abgekauft habe. Aber diese EP lässt erahnen: An der Sache ist etwas faul.

Mit „something smelling funny“ veröffentlicht SCHRAMM sein bislang unpersönlichstes und unnahbarstes Werk. Alles ist erstunken und erlogen. Die Musik dreht sich nicht um Gefühle oder Selbsterkenntnis. Das behauptet er zumindest. Zwischen melancholischem Post-Punk, tanzbaren Indie-Rhythmen und wavigem Pop zeigt SCHRAMM weiterhin seine Handschrift, produziert in seinem kleinen Neuköllner Kabuff, experimentiert mit Sound und Stil, ohne sich auf eine Richtung festzulegen.

Die EP behandelt Themen wie Isolation, emotionale Abschottung, Verliebtheit und Abstumpfung gegenüber der Welt – alles verpackt in wavigen Post-Punk, auf Deutsch und Englisch. Mit „Lies“, der ersten Single, öffnet SCHRAMM die EP mit einem bitter-zynischen Blick auf falsche Liebe, Selbsttäuschung und die Suche nach bedingungsloser Authentizität. Aufgenommen in einer verlassenen Feriensiedlung an der Nordsee, verbindet der Track treibende Drums, prägnante Basslines und 80s-Synths mit sanftem Gesang, der sich teils von früheren Veröffentlichungen abhebt.

Mit „don’t call me“ folgt ein Song, der vom Festhalten an etwas erzählt, das nicht zurückkommt. Kommunikationsverweigerung, unerwiderte Liebe und emotionale Verdrossenheit treffen hier auf einen surrealen Visualiser, eine groteske Fisch-Lovestory auf Camcorder, und einen wavig-indie Sound, der zwischen Post-Punk-Verlorenheit und fragilem Bedroom-Realismus balanciert.

„nicht berührt“ ist wie ein verspäteter Frühjahrs-Stoßseufzer: die Sonne scheint, die Bäume werden grün, aber innerlich hängt alles noch im Winterschlaf. Übersättigt von Katastrophen und Weltschmerz, fragt man sich, warum all das einen nicht mehr erreicht. Akustikgitarre und wavig-energetischer Indie-Sound verleihen dem Song eine organische, doch drängende Dynamik.

Der Fokus-Track „Tage schmelzen“ thematisiert Einsamkeit: Tage verschmelzen, Zeit verliert Form, das Verlassen des Hauses wird zur unüberwindbaren Hürde. Beziehungen und Arbeit leiden, Selbstisolation wird zur Routine. Ein wavig-trauriger Sog, der konstant vorwärts treibt, legt den Finger auf die Wunde.

Auf der B-Seite finden sich Songs, die den Prozess des Songwritings aufzeigen: „horny“ fängt die Sehnsucht nach Nähe in Momenten, in denen Lust fehlt, in Lo-Fi-Charme und einem stetigen Rhythmus der CR-78 Drum Machine ein; „nicht berührt (Demo)“ zeigt die rohe Entstehung eines Songs auf dem Bett mit Akustikgitarre und Sprachmemo; und „move around“ erzählt von Flucht, Ortswechsel und den Kämpfen einer neuen Stadt, akustisch zwischen Folky-Country-Vibes und wavigem Indie angesiedelt.

Mit der neuen Vinyl zeigt SCHRAMM verschiedene Stadien seines künstlerischen Prozesses: Songs, an denen er lange gearbeitet hat, und Stücke, bei denen er sich erlaubt, loszulassen, zu experimentieren.

Mit „something smelling funny“ geht SCHRAMM im Frühjahr 2026 auf seine erste Headline-Tour, mit Stopps in München, Mainz, Stuttgart, Dresden, Köln, Kassel, Erfurt, Hamburg, Kiel, Osnabrück, Berlin und Hannover. Die EP bündelt die Essenz von SCHRAMMs Klangwelt: ehrlich, eigenbrötlerisch, wavig und mit einem feinen Gespür für die Balance zwischen Energie und Melancholie.

Live
-something is smelling funny Tour-

26.01.26 München - Milla
27.01.26 Mainz - Schon Schön
28.01.26 Stuttgart - Werkstatthaus
10.02.26 Dresden - Ostpol
11.02.26 Köln - Bumann & Sohn
13.02.26 Kassel - Schlachthof
14.02.26 Erfurt - Engelsburg
26.02.26 Hamburg - Hafenklang / Gold. Salon
27.02.26 Kiel - Die Pumpe / Roter Salon
28.02.26 Osnabrück - Westwerk
19.03.26 Berlin - Privatclub
07.05.26 Hannover - Faust / Mephisto

Video

Termine

Keine aktuellen Termine