Femi Luna
Femi Luna (CH/NL)
Single: Tired
Label: s/r
VÖ: 29.10.2025
Femi Luna veröffentlicht mit „Empty“ die zweite Single ihres kommenden Albums
Ein stiller, weit atmender Song über Verlust, Nähe und die Suche nach Halt
Der Wind pfeift nur noch leise durch die Eiseskälte, und eine meterhohe Schneedecke schaltet den Rest der Welt auf stumm. In dieser surreal homogenen Landschaft, in der sich Bäume, Busse und Berge kaum voneinander unterscheiden, ragt eine alte, steinerne Kirche wie ein einsamer Orientierungspunkt aus dem Nichts: das Studio Cimetière. Dieser abgeschiedene Ort in der kanadischen Pampa wurde zum kreativen Zentrum für „Wash My Pain Away“, das zweite Album von Femi Luna. Die Aura dieser Räume – ihr natürlicher Hall, ihre Stille, ihre Weite – prägt das Fundament der neuen Songs.
„Empty“ führt diese Atmosphäre fort. Getragen von zarten Saitenstrichen, einem reduzierten Klavier und einer Perkussion, die nur noch wie ein fernes Echo wirkt, erzählt Femi Luna von einer Trennung, die so plötzlich wie unbegreiflich ist. Die Lyrics zeichnen das Bild eines Hauses, das mit einem Schlag zu einem „empty home“ wird, eines Gartens voller Farben, in dem dennoch „everything stays dark“. Zwischen schwebender Melancholie und leiser Hoffnung entfaltet der Song jenes einfühlsame Moment-zu-Moment-Hören, das Femi Lunas Musik auszeichnet – a song like a much needed hug.
Bereits die vorausgegangene Single „Tired“ wurde als „elegante Pop-Noir-Ballade mit soghafter und süchtigmachender Wirkung“ beschrieben, wie Sounds & Books schrieb. ByteFM hörte in der Produktion jene „eigenwillig düstere Hinterwäldler-Welt“, die Timber Timbre mitgeprägt hat. Musikblog wiederum sprach von sensibler Songwriterinnen-Kunst mit einer „Prise Lana-Del-Rey-Melancholie“. Diese Stimmen markieren ein Feld, in dem sich auch „Empty“ bewegt, ohne je seine eigene Richtung zu verlieren: introspektiv, organisch, weit, doch nah am Kern.
Der Entstehungsort des Albums spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Studio Cimetière, eine ehemalige Kirche, überträgt seine räumliche Tiefe auf die Musik. Femi Luna arbeitet mit Stille ebenso bewusst wie mit Klang: mit Pausen, die atmen, und Linien, die erst im Nachhall ihre Bedeutung entfalten. Thematisch kreisen die Stücke von „Wash My Pain Away“ um Verlust, Sehnsucht und Selbstreflexion, werden aber von warmen Klangfarben getragen, die Halt geben, wo Worte stocken.
Femi Luna, deren Vorname auf das altgriechische „Euphemia“ zurückgeht – „gute Stimme“ –, verbindet in ihrem Songwriting Nähe und Weite, Verletzlichkeit und Klarheit. Nach ihrer EP „Freedom“ (2019) und dem Debütalbum „Library“ (2021) führten ihre Wege über eine kreative Pause nach Kanada, wo sie mit Mitgliedern von Timber Timbre im Studio Cimetière das neue Album aufnahm, das 2026 erscheinen wird. Konzertauftritte mit Alice Phoebe Lou, Black Sea Dahu und The Slow Show sowie die Auszeichnung als SRF 3 Best Talent markieren ihre bisherigen Stationen.
Mit „Empty“ legt Femi Luna nun einen Song vor, der die räumliche Weite des Albums bereits erahnen lässt, dessen eigentliche Kraft jedoch in den leisen Momenten liegt – in dem, was zwischen den Tönen bleibt, und in jener zerbrechlichen Offenheit, die den Hörerinnen und Hörern ein Stück ihrer eigenen Sehnsucht zurückgibt.
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