Femi Luna
Femi Luna (CH/NL)
Album: Wash My Pain Away
VÖ: 17.04.2026
Label: s/r
Sanfte Töne gegen das Gewicht der Welt
Femi Luna veröffentlicht ihr zweites Studioalbum „Wash My Pain Away“
Der Wind pfeift leise durch die Eiseskälte, eine meterhohe Schneedecke legt sich wie ein Schleier über die Landschaft und schaltet die Welt auf stumm. In dieser fast surrealen Gleichförmigkeit, in der sich Bäume, Busse und Berge nur noch schemenhaft unterscheiden, ragt eine alte steinerne Kirche aus dem Weiß: das Studio Cimetière im kanadischen Quyon.
Dieser abgeschiedene Ort wurde zum kreativen Zentrum für „Wash My Pain Away“, das zweite Studioalbum von Femi Luna, das am 17. April 2026 erscheint. Die besondere Atmosphäre der ehemaligen Kirche durchzieht die zwölf Songs wie ein unsichtbarer Faden. Der natürliche Hall der hohen Mauern prägt den Klang, doch ebenso entscheidend ist Femi Lunas Gespür für Stille, Rhythmus und bewusste Lücken. Worte und Töne bekommen Raum – sie wirken nach, atmen, verweilen.
Thematisch bewegt sich das Album zwischen Verlust, Sehnsucht und Selbstreflexion. Warme Klangfarben und eine fein austarierte Instrumentierung tragen die Songs und öffnen einen weiten, beinahe cinematischen Raum. „Wash My Pain Away“ beeindruckt zunächst durch diese klangliche Weite, entfaltet seine stärkste Wirkung jedoch in den leisen, nahen und flüchtigen Momenten.
Die Vorabsingle „Empty“ steht exemplarisch dafür: Getragen von zarten Saiten, reduziertem Klavier und einer Perkussion, die nur als fernes Echo hörbar ist, besingt Femi Luna die Trennung von einem geliebten Menschen – und schenkt mit ihrer sanften Intimität genau das, wonach sich die Lyrics sehnen: Trost.
Auch der Song „Some Things“ widmet sich dem Loslassen – bittersüß, reflektiert und offen. „some things go / some things come / some things stay / some things change it all“ – eine Hymne für Übergänge, für lange Fahrten ohne klares Ziel.
Mit „Anxiety“ findet das Album einen besonders pointierten Ausdruck innerer Unruhe. Das Stück beginnt mit beklemmender Dissonanz, einem musikalischen Flimmern zwischen Brustbein und Halsgrube, und arbeitet sich Schritt für Schritt einem Hoffnungsschimmer entgegen.
Femi Luna selbst beschreibt ihren Weg ins Musikerinnendasein als beinahe zufällig. Doch ihr Name – Euphemia, aus dem Altgriechischen für „gute Stimme“ oder „gute Rede“ – wirkt rückblickend wie ein leiser Hinweis. Spätestens seit ihrer Debüt-EP „Freedom“ (2019) und dem Album „Library“ (2021), für das sie als SRF 3 Best Talent ausgezeichnet wurde, ist klar, dass hier mehr als Zufall im Spiel ist. Festivalauftritte und Support-Shows für Künstler*innen wie Alice Phoebe Lou, Black Sea Dahu, The Slow Show oder Benjamin Amaru folgten.
Nach einer kurzen Auszeit begann Femi Luna im Frühjahr 2024 mit der Arbeit an „Wash My Pain Away“ – eine Reise, die sie von Wien bis in die kanadische Winterlandschaft führte. Das Ergebnis ist ein Album, das Schmerz nicht dramatisiert, sondern verwandelt. Ein Werk, das Weite zulässt, ohne sich zu verlieren – und das zeigt, wie viel Kraft in leisen Tönen liegen kann.
Live
15.03.2026 - Darmstadt DE - Kirchenkonzert w/ Bedroomdisco
18.04.2026 - St. Gallen CH - Palace
22.07.2026 - Sion CH - PALP Festival
07.08.2026 - Eggersriet CH - Sur le Lac Festival
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